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Mixed Martial Arts

Mixed Martial Arts (MMA), No Holds Barred (NHB) oder Freefight kombiniert Techniken aus mehreren Kampfsportarten. In Brasilien ist es Mitte des 20. Jahrhunderts, durch das Vale Tudo entstanden.

Anfang des 20.Jahrhunderts hatte Brasilien die größten japanischen Kolonien außerhalb Japans. Die Japaner lehrten den Brasilianern Judo und Jiu-Jitsu. Aus ihnen entwickelten die Brasilianer eigene Grapplingarten, wie Brazilian Jiu-Jitsu (BJJ) und Luta Livre, die sich fast ausschließlich auf den Bodenkampf beschränkten. Vale Tudo erlaubte es den Grapplern (Bodenkämpfern), sich auch mit Stand-Up Fightern wie Boxern und Kickboxern zu messen. Beim Vale Tudo wurde oft komplett auf Regelwerk verzichtet und die Kämpfe dauerten manchmal mehrer Stunden.

Am 12. November 1993 wurde die erste UFC (Ultimate Fighting Championship) in Denver ausgetragen. Es war ein Acht-Mann Turnier, bei dem es ähnlich wie im Vale Tudo nur wenig Regeln gab. Gekämpft wird bis heute, in einem achteckigen Käfig (Oktagon), wobei es inzwischen Gewichtsklassen, Handschuhpflicht, Rundenzeiten und eine Anzahl von nicht erlaubten Techniken gibt, um die Kämpfer vor schweren Verletzungen zu schützen.

Heute bedienen sich Freefighter oder Ultimate Fighter einer Vielzahl von Kampfsportarten. Diese enthalten sowohl Stand-Up Techniken z.B. aus dem Boxen, Kickboxen und Muay Thai und Grappling Techniken z.B. aus dem Luta Livre, Brazilian Jiu-Jitsu (BJJ), Judo, Ringen oder dem Sambo.

Grappling und Bodenkampf

Brazilian Jiu-Jitsu - BJJ
Das Brazilian Jiu-Jitsu (BJJ) entstammt dem japanischen Jiu-Jitsu. Meister Mitsuo Maeda ein bekannter Judo Champion (besser bekannt als Conde Koma) und direkter Schüler von Jigoro Kano, der Gründer des Judo, brachte sein Wissen Anfang 1900 nach Brasilien. Zu dieser Zeit lebte Maeda in Sao Paulo und half eine japanische Immigrantenkolonie zu errichten. Bei seinem Vorhaben wurde er von Gastao Gracie unterstützt, zum Dank lehrte Maeda dessen Sohn Carlos die Basistechniken des Jiu-Jitsu. Carlos Gracie wiederum unterrichtete seine Brüder Oswaldo, Jorge, Gastao und Helio. 1925 eröffneten die Brüder ihre erste Schule und lehrten von nun an Brazilian Jiu-Jitsu. In unzähligen Vale Tudo kämpfen konnten die Gracies und ihre Schüler die erlernten Techniken schärfen und perfektionieren. Natürlich waren die Gracies nicht die einzigen die Anfang 1900 Jiu-Jitsu und Judo in Brasilien trainierten, sie waren einfach nur die Bekanntesten. Zu selben Zeit entwickelte sich, durch die vielen japanischen Immigranten in Brasilien, auch das Luta Livre. Dieses verzichtet auf den traditionellen Kampfanzug (Gi) und stellte eine große Rivalität zum BJJ dar.

1967 wurde die erste Brazilian Jiu-Jitsu Federation von Helio Gracie gegründet und das Gürtelsystem (weiß, blau, violett, braun und schwarz) eingeführt. Weltweite Popularität erlangte BJJ Anfang 1990, als der eher schmächtige Royce Gracie die UFC (Ultimate Fighting Championships) klar dominierte.

Stand-Up für MMA

Boxen
Boxen ist ein Kampfsport mit einer langen Geschichte. Die ersten Unterhaltungskämpfe gab es bereits 3000 v. Chr. in Ägypten. Das Boxen im Ring, mit Handschuhen und Regeln, ähnlich wie wir es heute kennen, existiert seit 1892 und wurde in England entwickelt. Damals gab es allerdings noch keine Rundenbegrenzungen, so konnte es vorkommen, dass Kämpfe durchaus über mehrere Stunden gingen, der längste Kampf der Geschichte (im Jahre 1893) dauerte mehr als 7 Stunden und ging über 110 Runden.

Heutzutage unterscheidet man nur noch zwischen Amateur- und Profiboxen. Amateurkämpfe werden normalerweise in vier Runden ausgetragen, wobei eine Runde zwei Minuten lang ist, mit einer Minute Pause dazwischen. Profikämpfe hingegen haben zwischen vier und zwölf Runden, wobei eine Runde drei Minuten lang ist, mit einer Minute Pause dazwischen. Auch die Punktevergabe ist unterschiedlich, während beim Profiboxen drei Punktrichter jede Runde bewerten, wird beim Amateurboxen (ähnlich wie auch beim Taekwondo) Treffer nur dann als Punkte gewertet, wenn drei der fünf Punktrichter gleichzeitig (innerhalb einer Sekunde) dies bestätigen. Das Tragen eines Kopfschutzes und eines ärmellosen T-Shirts sind beim Amateurboxen Pflicht.

Kickboxen
Kickboxen kombiniert Techniken aus verschiedenen Kampfsportarten, so wie Karate, Boxen, Taekwondo und Muay Thai. Gegründet wurde es zwischen 1950 und 1960 in Nordamerika und lief damals noch unter Sport- oder Vollkontakt-Karate. 1970 richtete Karateka Joe Lewis das erste "Kickboxing" (Fullcontact Karate) Tunier in den USA aus. Während in den Anfängen, nach jedem Treffer der Kampf unterbrochen wurde, änderte er das Reglement und verzichtete auf den Punktstop. Des Weiteren mussten die Kämpfer Boxhandschuhe und Tennisschuhe tragen. Gekämpft wurde auf Mattenflächen, in langen Karatehosen und mit freiem Oberkörper, man wollte sich damit vom reinen Boxen distanzieren.

Zwei der bekanntesten Kickboxer dieser Zeit sind Chuck Norris und Benny "the Jet" Urquidez. Chuck Norris konnte 1967 und 1968 die International Grand Championships gewinnen, Benny Urquidez kämpfte viel in Europa und Asien und besiegte die besten Kämpfer des Landes in ihrer Disziplin. Bis heute hat er einen makellosen Kampfrekord von 58 Kämpfen und 58 Siege, mit 49 Siege durch K.O.

Heutzutage unterscheidet man zwischen drei Arten, dem Semikontakt-, Leichkontakt- und Vollkontakt-Kickboxen. Beim Semikontakt-Kickboxen wird nach jedem Treffer der Kampf unterbrochen und die Kämpfer gehen in die Ausgangsstellung zurück. Beim Leichtkontakt-und Vollkontakt-Kickboxen verzichtet man auf den Punktstop.

Muay Thai - Thaiboxen
Muay Thai (übersetzt: Muay - Boxen; Thai - frei) ist thailändischer Traditionssport und einer der härtesten Kampfsportarten der Welt. Eine genaue zeitliche Einordnung, über die Entstehung des Thaiboxens, kann nicht mehr getroffen werden, man nimmt aber an, dass es chinesische Wurzeln hat, die allerdings stark verändert wurden. Vermutet wird, dass es während der Kämpfe Siams (früherer Name Thailands), mit seinem Nachbarland Burma (heute Myanmar) entscheidend beprägt wurde. Nhai- Khon- Don ein thailändischer Kämpfer, wurde zu dieser Zeit von Burmesen gefangen genommen und musste unbewaffnet gegen 12 burmesische Schwertkämpfer antreten. Er gewann und wurde darauf hin freigelassen, noch heute finden ihm zu Ehren Muay Thai Turniere statt.

Erst nach dem zweiten Weltkrieg, hat das Thaiboxen große Änderungen erfahren. Davor trugen die Kämpfer Hanf- oder Baumwollbandagen, Tiefschützer aus Kokosnussschalen und es gab keine Runden und Gewichtsklassen. Heutzutage hebt sich das Thaiboxen von anderen Kampfsportarten, wie Kickboxen und Taekwondo hauptsächlich dadurch ab, dass es Ellenbogen-, Knie- und Clinche-Techniken erlaubt. Mit über 60.000 professionellen Muay Thai Boxern, allein in Thailand, erfreut sich dieser Kampfsport wachsender Begeisterung, auch außerhalb der Landesgrenzen.

Gliederung

Mixed Martial Arts

Grappling und Bodenkampf

Stand Up für MMA

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